Unordnung -> Ursachenforschung, die zweite


Wer mich ein bisschen kennt weiß, ich bin eine hervorragende Theoretikerin und verfüge über ein gepflegtes Halbwissen in relativ vielen Bereichen. Hapern tut’s aber an der praktischen Umsetzung. Im Klartext: Was auch immer mich gerade interessiert, ich mach erst ein mittleres Studium drauf, besorge mir dann die nötigen Utensilien und dann…

Keine Zeit ist nur die halbe Wahrheit, denn eins ist klar: Soviel Zeit, wie ich im Internet verplemper, da könnte ich auch stattdessen was Sinnvolles tun. Was steckt also dahinter? Ich denke, es ist die Mischung aus Effizienz- und Perfektionssucht. Ich bin faul, überflüssige Arbeit ist mir regelrecht verhasst, also ist sorgfältige Planung Pflicht. Beispiel? Kellergang zwecks Getränkenachschub steht an, da nimmt man gefälligst gleich den Müll mit ‚runter und bringt auch noch ’ne Küchenrolle mit rauf.

Nu iss welche „Aktion“ auch immer bestens durchgeplant, ich komm aber trotzdem nich inne Pötte, woran hängt’s also jetzt?? Ich könnte Entscheidungen treffen müssen und die könnten falsch sein…Es könnte ja schiefgehen…

Das ist mein eigentliches Problem, glaube ich: Geringe Frustrationstoleranz.

Intakte Sachen wegschmeißen bedeutet mir einzugestehen, daß der Kauf ein Fehler war. Unangenehm. Etwas Nähen, das nicht perfekt ist? Auftrennen = Frust. So lassen = Frust. Wegwerfen und neu machen? Frust.

Erkenntnis ist also da, aber wie komm ich jetzt raus aus der Nummer? Any ideas?

Advertisements

~ von eigenwillig - 24. Februar 2012.

4 Antworten to “Unordnung -> Ursachenforschung, die zweite”

  1. Ja klar, Perfektionismus in allen Ehren aber: Wenn man dann aber in der Theorie (weil erstmal muss ja alles perfekt geplant werden …) stecken bleibt ist vielleicht ein bisschen weniger Perfektionismus angesagt um dann Zeit für die Umsetzung (Praxis) zu haben. Sich mal ein bißchen von eventuell überzogenen Ansprüchen an sich selbst zu trennen kann hier und da den Spaß- und damit auch Erfolgsfaktor erhöhen. Mal ganz praktisch ausgedrückt wenn man erst anfängt wenn man 100 % erreichen kann fängt man eventuell nie an und kann leider auch die möglichen 95 % nicht erreichen. Die 95 % wären eventuell auch schon sehr schön. Auf einen Versuch käme es an :o).

  2. Ich sachet ja… zeig mir den Knopf, den ich drücken muß… *seufz*

  3. Ach, Lisbethchen… was meinst du, warum hier diverse angefangene Strickprojekte herumliegen?
    Genau.
    Eben deswegen.

    Es gibt da diverse Knöpfe, die da unter anderem heißen:
    Spontaneität (gannnnz böses Wort!)
    Entscheidungsfreude
    Mut zur Lücke
    Hauptsache, Spaß dabei!

    Und dann gibt es da noch so miese kleine Einflüsterer… und die murmeln uns in’s Öhrchen:
    Mach es richtig oder mach es gar nicht.
    Die Zwei ist die Eins des kleinen Mannes.

    Oder, wie mein Vater mir in’s Poesie-Album schrieb:
    „Zielst du im Leben tausend Treffer,
    man sieht’s, man nickt, man geht vorbei.
    Doch nie vergisst der kleinste Kläffer,
    schießt du ein einzig‘ Mal vorbei.“

  4. Jahaaa Lü, ich wußte, du verstehst das :-). Was mich mit mega-schlechtem Gewissen zu der Frage veranlasst: Besitzt du eigentlich noch deinen Eierföhn? Also, ich mein, jenes Modell, dass du im Dezember 2010 dein eigen nanntest? *unter’n Teppich abtauch*

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: