Von Superbüchern und Tomaten *g*


Klügere Leute als ich können das viel besser erklären und abschreiben ist auch nicht meins, deshalb umreisse ich den Grundgedanken nur grob. Das Superbuch ersetzt schlichtweg die Zettelwirtschaft. Alles, wirklich alles, was einem tagsüber unterkommt und merkenswert ist, pinselt man in das Superbuch. Telefonnummern, Aufgaben, Anrufe, Ideen, Skizzen etc. etc.

Sinn der Übung ist

  • den Kopf frei zu behalten für die aktuell zu erledigende Aufgabe
  • ein Archiv zu haben, in dem man ggfs. auch nach fünf Wochen noch die Telefonnummer von Herrn oder Frau X wiederfindet ,von der man glaubte, sie nie wieder zu brauchen und deshalb nicht in seine Kontakte aufgenommen hat. Das war allerdings, bevor man gemerkt hat, dass man seine Sonnenbrille/den Lieblingspulli/den Hund?!? *kicher* dort vergessen hat

    Eine sehr gute Beschreibung findet ihr hier: http://www.zeitblueten.com/553/das-schriftlichkeitsprinzip/ oder ein klasse PDF zum Download hier http://www.uniklinik-freiburg.de/schreibass/live/tipps/Superbuch.pdf

    Was mir persönlich an der reinen Papierform nicht so gut gefällt, ist die vorprogrammierte Mehrfachschreiberei. Habe ich eine Aufgabe von vor fünf Tagen noch nicht erledigt (weil sie z. B. die Prio „Irgendwann“ bei mir hat), müsste ich sie immer wieder vortragen, damit ich sie nicht aus dem Blick verliere.

    Wer ohnehin schon mit Excel arbeitet (und den Autofilter zu schätzen weiß), der wird meine Begeisterung über diesen Link http://www.akademie.de/wissen/excel-aufgabenverwaltung verstehen. Die Vorlage konnte ich nach meinem Geschmack anpassen und habe z. B. die Spalte „Kontext“ eingefügt. In Ermangelung eines persönlichen HiWis * ist dafür die Spalte „Delegieren“ entfallen. Und bevor ich jetzt noch länger quatsche, zeig ich euch einfach, wie das bei mir aktuell aussieht:

    Jetzt verrate ich euch auch, wofür das „a“ bei Kontext steht *g*: Sylvia alone@home. Es gibt nämlich Dinge, die mache ich lieber, wenn der baE mir nicht vor den Füßen ‚rumläuft. Sei es, weil er justamente dann, wenn ich mal konzentriert etwas machen will, das unstillbare Bedürfnis verspürt, mir Löcher in den Bauch zu fragen oder weil er nicht unbedingt mitkriegen muss, dass ich das nie getragene Shirt nun doch endlich entsorge *hüstel*.

    Nu isser also mal wieder wech und ich will schnell wissen, was ich denn eigentlich genau dann mal machen wollte. Also nach „a“ gefiltert und das ist das Ergebnis:

    Seite 1 von 2 übrigens nur deshalb, weil rechts daneben noch die Spalte „Wiedervorlage“ käme, die ich mir aber bei einem eventuellen Ausdruck (A5 quer) klemmen würde.
    Soviel zum Superbuch, kommen wir nun zu den Tomaten *g*. Es geht um die sogenannte Pomodoro-Technik, entwickelt von Francesco Cirillo. Er ist Italiener und die Nummer mit der Tomate hat folgende Bewandtnis: Wichtigstes Utensil seiner Methode ist eine Eieruhr oder ein Kurzzeitwecker und die von ihm genutzte Eieruhr hatte eben die Form einer Tomate :-).

    Kurz gesagt geht es darum, sich eine bestimmte Zeit zu setzen (bei ihm sind es 25 Minuten), die man konzentriert und ohne Unterbrechung an einer Aufgabe arbeitet. Danach gibt es eine fünfminütige Kurzpause. Nach vier Arbeitseinheiten gibt es eine längere Pause von 30 Minuten. Wer Genaueres wissen möchte, bitte hier entlang http://www.zeitblueten.com/news/3097/pomodoro-technik/

    Meine Variante ist etwas lockerer. Ich setze mir (natürlich aufgabenabhängig variabel) eine  Zeit von 15 Minuten für eine Aufgabe, auf die ich eigentlich keinen Bock habe. Ich verspreche mir also selbst, danach darf ich aufhören und wieder ins fb gucken *ggg*. So kann ich den inneren Schweinehund ganz prima überlisten und der positive Nebeneffekt ist: Bin ich nach der gesetzten Zeit nicht fertig, macht es mir meistens überhaupt nichts aus, den ollen Kram noch eben zu Ende zu bringen. Ätsch, Horsti! 😉
    Was meint ihr, wäre Superbuch und/oder Tomate auch was für euch?

*HilfsWilliger

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~ von eigenwillig - 27. Februar 2012.

4 Antworten to “Von Superbüchern und Tomaten *g*”

  1. Auf gar keinen Fall. Da bin ich dann ellenlang damit beschäftigt mir Dinge aufzuschreiben statt in der Zeit schon 15 Minuten was abzuarbeiten und schon habe ich mir meine erste Arbeitspause verdient :). Ich nehme mal Dein obiges Beispiel: Wenn ich nun die Telefonnummer von Frau B. dort verewige weil ich sie ja eigentlich nicht mehr brauche (oder dies zumindest annehme) dann kann ich, in dem ja vermutlich nicht eintreffenden Fall sie doch zu brauchen, mit wenig Zeitaufwand die Auskunft anrufen. Zeitaufwand Auskunft anrufen: 2 Minuten. Zeitaufwand alle vermutlich nicht mehr benötigten Telefonnummern sorgfältig in einer Exceltabelle ablegen: auf jeden Fall deutlich länger. Du siehst ich bin dann doch eher Fan des geordneten Chaos. Kurzum ich habe heute lieber wieder den Herd gerettet statt mir vor Wochen aufzuschreiben: Kochblume kaufen!
    Um aber mal auf wieder etwas mehr Ernst in die Sache zu bringen: Ich vermute (und nein ich mache mir nicht die Arbeit das explizit zu errechnen), dass der Zeitaufwand alles abzulegen wesentlich mehr Zeit verbrät als es mir freie Zeit bringt. Und ich somit mehr verwalte als abarbeite. Wobei ich mich unterm Strich mit der Tomate wesentlich eher anfreunden könnte als mit dem Buch. Und bitte daraus keine falsche Rückschlüsse ziehen ich lese und esse gleich gerne 😉

  2. Nee Hase, da haste was falsch verstanden. Die Telefonnummer notierst du doch auf jeden Fall auf irgendeinem Schmierzettel, denn EINMAL willst du da ja anrufen. Danach würdest DU den Zettel wegwerfen.
    ICH schreib’s stattdessen! in die Excel-Tabelle und Herr Meier schreibt sie stattdessen! in sein papiernes Superbuch. Also nix doppelt gemoppelt.

    Sollte es dagegen ein dauerhaft interessanter Kontakt sein, würde die Nummer dann von Zettel/Tabelle/Buch aus auch in Outlook einziehen dürfen.

  3. Nachtrag: Bei MIR käme noch erschwerdend hinzu, dass ich mich nicht mal mehr an den (vollständigen) Namen von Herrn oder Frau X erinnern würde und somit die Auskunft keine Option wäre…

  4. Fast alles das, was Jule sagt und pro Tomate 😀

    An Dinge, die ich wirklich nicht vergessen darf, erinnert mich mein Handy.
    Jeder, wirklich jeder Kontakt wird darin gespeichert, weil man een nciht über die Auskunft jede Nummer herausbekommt.

    Ansonsten muss ich im Job schon genug Listen führen und Dinge auf Wiedervorlage legen – da bleib ich im Privaten lieber sehr spontan. Aufgaben der Kategorie „a“ fallen mir dann ein, wenn dbaE weg ist und werden dann auch sehr spontan angegangen. Den Rest pfriemel ich irgendwie zwischen Mann, Job, Haushalt, 2 Hunde, 3 Katzen und 1/3 Pferd 😉

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