Wenn der Klügere immer nachgibt…


… regieren die Dummen die Welt.
Dieses Post wird nur für Insider verständlich sein, die anderen bitte ich, es einfach zu übersehen :-).

Wer jemals längere Zeit in einem Forum aktiv war und im Ansatz weiß, was Gruppendynamik bedeutet, hat ungefähr eine Vorstellung davon, was in mehr oder minder regelmäßigen Abständen passiert: Es knallt.

Geboren wurde dieses Forum (auf das sich dieses Post bezieht) aus einem anderen. Die beiden Betreiber des alten Forums hatten unüberbrückbare Differenzen (Rechtsstreit inklusive), A wurde quasi über Nacht aus ihrem Forum ausgesperrt, B „hijackte“ das Forum gewissermaßen und zog mit den Inhalten auf eine neue Seite um.

Wie auch immer, Bruchstücke an Informationen bekommt man, egal wie sehr Forenbetreiber versuchen „den Deckel drauf zu halten“. Diese Bruchstücke fügten sich für mich zu einem Bild zusammen, dieses Bild führte zu einer Entscheidung.

Exkurs: „Raushalten“ ist mir nicht gegeben. Ich vertrete die Überzeugung, jeder entwickelt eine Meinung zu vorliegenden Informationen. Es mag von Vorteil sein, diese Meinung für sich zu behalten. Immerhin besteht die Möglichkeit, falsch zu liegen. Weitere/neue Informationen könnten die Meinung ändern, womöglich sogar ins Gegenteil verkehren. Ja und? Dann muß ich die Größe haben zuzugeben: Ich habe mich damals offensichtlich geirrt. Niemand ist perfekt, warum also ich? Mache ich Fehler, stehe ich dafür gerade, ggfs. entschuldige ich mich bzw. bemühe mich um Wiedergutmachung.

Wer sich entscheidet, geht ein Risiko ein. Wer sich nicht entscheidet, sollte sich nicht der Illusion hingeben, Unterlassung zeitige keine Konsequenzen.

Rückblickend halte ich meine damalige Entscheidung immer noch für richtig. Unabhängig jedweder Rechtslage hatte man A Unrecht getan, für diese Einschätzung mußte ich keine schmutzigen Details kennen. Ich kehrte B und dem alten Forum den Rücken, wir „Parteigänger“ sammelten uns in einer fb-Gruppe. Die Stimmung dort war von Empörung geprägt und (Gruppendynamik sei Dank) ganz klar von „Wir“ gegen „Die“. Nichts verbindet eben so sehr wie ein gemeinsamer „Feind“.

Allerdings wurde auch dort schon deutlich, so eine Gruppe ist mitnichten eine homogene „Masse“. Wie überall gab es die „Macher“, die „Mitläufer“, die „Radikalen“, die „Moderaten“, die „Zögerlichen“ etc. Einigkeit bestand aber in einem Punkt: Solidarität zu A.

Ein neues Forum sollte entstehen, A hatte die Rechte an ihrer Domain und es erschien die Seite: A & Freunde. Mit Foto und Namensnennung zeigten As Unterstützer ihre Solidarität ganz öffentlich. Es gab eine Vision: Ein neues Forum, das nicht mehr auf den Schultern einer einzigen Person ruhen sollte, ein neues Forum, das uns Usern nicht plötzlich wieder genommen werden könnte, weil der/die Betreiber Probleme hatten. Von der Gründung eines Vereins war die Rede, um den Bestand dieses neuen Forums personenunabhängig zu gewährleisten.

In einem immensen Kraftakt wurde das Forum aus der Taufe gehoben, mit großer Euphorie mit Inhalten gefüllt. Da war es, „unser“ neues Forum…

Die Anfangseuphorie legte sich, zwangsläufig. Sowas wie Alltag kehrte ein, der Blick sollte nach vorn gerichtet werden, weg vom „Feindbild“ der Vergangenheit. Zweifellos richtig. Allerdings entfiel damit das grundlegende, verbindende Element und immer mehr kristallisierte sich heraus: „Die“ Vision hatte es nie gegeben, jeder hatte seine eigene Vision im Gepäck…

Wie sah meine eigene Vision aus? Auf den Punkt gebracht: Hochwertig. Klingt vielleicht bescheuert (denn an Sachkenntnis in Sachen Nähen kann ich, die ich den Status des Anfängers aus diversen Gründen nie überwunden habe, Null, Nichts, Nada beisteuern), aber mein Traum war tatsächlich, unser neues Forum gegenüber dem alten an Qualität zu übertreffen. Angesichts der mit „umgezogenen“ Userschaft hätte das problemlos möglich sein sollen. Ich weiß, dass diese Vision auch von etlichen geteilt wurde. Allerdings naturgemäß nicht von allen. Wie sah As Vision eigentlich aus? Ich habe keine Ahnung.

Ein Forum braucht ein Team. Moderatoren und Admins, die den Laden technisch und organisatorisch am Laufen halten. Nach welchen Kriterien dieses Team berufen wurde, weiß ich nicht. Admins sicher aufgrund nötiger technischer Qualifikationen, nicht jeder kann nun mal einen Server administrieren oder Grafiken erstellen. Die Moderatoren? Voraussetzung war sicher erst mal, dass User ihre Bereitschaft erklärten, den Job überhaupt machen zu wollen. Wollte ich? Auf keinen Fall.

Ich denke, diese Aufgabe erfordert spezifische Fähigkeiten wie Diplomatie und Teamfähigkeit. Ich verfüge weder über das eine noch das andere. Mit mir hätte man also den Bock zum Gärtner gemacht *g*.

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~ von eigenwillig - 26. Dezember 2013.

8 Antworten to “Wenn der Klügere immer nachgibt…”

  1. Hab zwar keine Ahnung, worum es geht, aber als fleißiger Forenbesucher find ich das Post interessant und bleibe dran 😉

    Übrigens: dass du nicht teamfähig bist… glaub ich dir nicht so richtig 😉

  2. Hey, ich „hatte“ noch gar nicht richtig fertig! ;). Doch Anke, ich kenne meine Grenzen sehr gut. Für meine eigenen Fehler stehe ich jederzeit gerade, aber Dinge, hinter denen ich inhaltlich nicht stehe, trotzdem nach aussen vertreten zu müssen… geht nicht. Kann ich nicht, will ich nicht. Als Chef wäre ich ein echter Tyrann, anhören würde ich mir andere Meinungen, aber gemacht würde letztlich, was ich entscheide *basta*. 😉

  3. Ach Liesbeth, ich hab hier ein doppeltes Déjà Vu! Nur auf Hundeforen bezogen. 🙂
    Und ich bin gespannt, wie es weiter geht.

  4. Dein Titelfoto zeigt eigentilch genau Deine Intention. Halbwissen gepaart mit Agression.

    • Dein Kommentar sowie deine (Wegwerf-?)Emailadresse bla@senilität.com sprechen für sich. DIsaströs? 🙂

    • Hmmm da bist Du irgendwie in einem Dilemma, entweder Du hast keine Ahnung von Hunden oder kennst die Blogbetreiberin nicht. Der abgebildete Hund zeigt eine freudige Erwartungshaltung und keinerlei Aggression. Tja so ist das mit den Dingen oder kurz: Wenn man(n) keine Ahnung hat einfach mal … halten!

  5. Ich sehe das Bild sehr plastisch vor mir – man ist mit dem Hund draußen, spielt, wirft Stöckchen oder Frisbeescheibe, hält es in der Hand, Hund läuft auf einen zu und indiesem Moment (ein schöner Schnappschuss übrigens!) macht man ein Foto 🙂 Ich bin mit Hunden groß geworden 🙂

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