DIY Badreiniger


Wir brauchen:

Badreiniger 1

  • Eine Sprühflasche, idealerweise eine Schäumerflasche. In meiner war mal irgendein Zeug für die Haare, kann man aber auch leer kaufen z. B. bei ebay oder hier .
  • Spülmittel. Das billigste tut’s, normalerweise nehm ich Fairy (aber Pril Apfel war auch lecker und im Angebot *g*) aus zwei Gründen: Gibt immer Sorten, die lecker riechen und ich mag es dickflüssiger. Dünnflüssigeres dosier ich immer zu hoch.
  • Zitronensäure. Meine kristalline ist nicht mehr in der Originalverpackung, deshalb auf dem Bild die flüssige (dazu gleich auch mehr).

Mein Spender faßt 150 ml, da fülle ich 15 g von dem Zitronensäurepulver rein. Dann fülle ich bis zwei Finger breit unter das Schäumerdings mit Wasser auf, umrühren oder stehen lassen, bis alles gelöst ist.

Jetzt kommt ca. 1 cm Spülmittel drauf. Das hat zwei Funktionen: Die pure Zitronensäure ist flüssig wie Wasser und würde an senkrechten Flächen einfach ablaufen. Durch das Aufschäumen bleibt es besser pappen. Außerdem haben wir im Bad ja auch fettlöslichen Dreck, dagegen hilft das Spüli. Übrigens darf man die Schäumerflaschen nicht ganz voll füllen, für den Schaum braucht’s etwas Luft.

Jetzt gucken wir uns mal die flüssige Zitronensäure näher an:

Badreiniger 2

Hm… leider unscharf, könnt ihr es trotzdem entziffern? Links über dem Kasten steht: Inhaltsstoffe 30 % Citronensäure in Lebensmittelqualität. Da sonst nichts angegeben ist heißt das, 70 % sind Wasser. Wenn wir annehmen 500 ml = 500 g, dann sind in dem Fläschken 180g Zitronensäure. Dafür bezahlen wir in flüssiger Form ca. 3,80 €, das entspricht einem kg-Preis von flotten 21 € und ’n bissken. Das 650 g-Eimerchen kristalline Zitronensäure von Heitmann kostet ca. 6 €, kg-Preis damit 9 € Dingenskirchen. Mehr als das Doppelte bezahlen und unnütz Wasser durch die Gegend schleppen? Nö.

Hier sieht man auch schön, was schon der alte Paracelsus wußte: Die Menge macht das Gift. Die flüssige, 30%ige Zitronensäure trägt das Warnsignal für „Ätzend“. Das heißt um Himmels Willen nicht im Umkehrschluss, unsere schwächere Mischung wäre völlig ungefährlich (dann würde sie wohl auch nix bewirken), aber ich hab damit zumindest das Waschbecken geputzt, ohne danach trockene Hände zu haben. Für größere Putzaktionen würde ich aber Handschuhe anziehen. Damit komme ich zum letzten Vorteil der kristallinen Form: Natürlich kann man auch die Flüssigkeit verdünnen, aber mit dem Pulver misch ich mir problemlos die Intensität, die ich gerade haben will :-).

Nachtrag: Die Idee stammt natürlich nicht von mir, aber da ich nicht mehr weiß, wo ich’s aufgeschnappt habe, kann ich leider dem „Erfinder“ nicht die verdienten Lorbeeren zukommen lassen ;-).

 

 

 

 

 

 

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~ von eigenwillig - 24. Februar 2015.

2 Antworten to “DIY Badreiniger”

  1. Echt Super Idee und lustig geschrieben! Made my day 🙂 ich mag Blogger mit Humor! Weiter so!

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